| Autorenporträt |
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Habib Bektaş wurde 1951 in Salihi nahe Izmir in der Türkei geboren. Als Kind armer Eltern besuchte er nur die Grundschule. Danach arbeitete er mehrere Jahre als Gelegenheitsarbeiter und schrieb in dieser Zeit seine ersten Gedichte. 1973 wanderte er dann nach Deutschland aus, wo er sich im fränkischen Erlangen niederließ. Dort war er zunächst in einer Textil-, später in einer Metallwarenfabrik beschäftigt. Mit seinem „Theatercafé“ in der Altstadt Erlangens machte sich Bektaş schließlich als Gastronom selbstständig.
Erste Bektaş-Gedichte wurden in den 70er Jahren in renommierten türkischen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Bald ging Bektaş dazu über, seine auf Türkisch verfassten Werke ins Deutsche zu übertragen. 1982 wurde ihm der Förderpreis der Stadt Erlangen zugesprochen. Neben seinen poetischen Werken veröffentlichte Habib Bektaş auch Kinderbücher und Kurzgeschichten. 1989 schrieb er seinen ersten Roman „Hamriyanım“, der noch im selben Jahr mit dem angesehenen Literaturpreis der Tageszeitung Milliyet ausgezeichnet wurde. Für seinen zweiten Roman “Geruch des Schattens” bekam er 1997 den Romanpreis des renommierten türkischen Inkilap-Verlags. Der Roman wurde verfilmt und war 2001 unter dem Titel „Septembersturm“ im deutschen Kino zu sehen. Habib Bektaş schrieb auch ein Theaterstück, das im Jahr 2000 in Erlangen uraufgeführt wurde. Ebenfalls 2000 veröffentlichte Bektaş in der Türkei seinen letzten Roman “Der Hintergarten des Paradieses”, der mit dem Preis des Türkischen Sprachinstituts ausgezeichnet wurde.
Seine Werke verfasst Bektaş auch heute noch zunächst in seiner Muttersprache, bevor sie u.a. ins Deutsche übersetzt werden. Seinen eigenen Worten zufolge schreibt er aber in der Sprache der Kinder. Er sagt: „Je kindlicher wir sind, desto menschlicher sind wir.“ Seinen Namen verdankt Bektaş übrigens einem Druckfehler. Die führende türkische Literaturzeitschrift „Varlik“, die seine ersten Gedichte veröffentlichte, tat dies unter dem Namen „Bektaş“ statt „Tektaş“. Dieser Name blieb ihm seither als Künstlername erhalten.
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| Werke |
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Bibliografische Daten
Taschenbuch 94 Seiten J. Horlemann Vlg., Unkel Erscheinungsdatum: April 1997 ISBN: 3895020613
Zaghaft meine Sehnsucht.
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Kurzbeschreibung
Sein dritter Gedichtband in Deutsch zeigt es einmal mehr: Habib Bektas hat sich einen kindlichen Blick auf die Welt bewahrt. Wer Bektas kennt, weiß jedoch, dass dies nicht im Sinne von „naiv“ zu deuten ist. Themen, wie die Verrohung durch Krieg und Gewalt, aber auch die Freude über unerwartete Freundlichkeit werden durch Kinderaugen betrachtet und erhalten in den Gedichten gerade deshalb immer wieder dialektische Schärfe, machen betroffen, zielen dem Leser direkt ins Herz. Vier Kapitel beinhaltet der Band: „Das Wort“, „Fremde“, „Liebe“, „Abschied“. Sie zeigen den Autor im Spannungsfeld seiner Herkunft und Gegenwart. |
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Bibliografische Daten
Sondereinband 80 Seiten
Erlanger Verlag für Mission und Okumene
Erscheinungsdatum: 1996
ISBN: 3872142690
Wie wir Kinder.
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Kurzbeschreibung
Aus dem Mund eines türkischen Kindes erfahren wir Erwachsene etwas über uns und die Welt, die wir so sehr verändert und weitgehend schon zerstört haben. Habib Bektaş hat aufgeschrieben, was sein Sohn von ihm wissen wollte. Was herauskam, sind sehr direkte und lebenskundige Äußerungen, die das Kind in uns Lesern unmittelbar ansprechen.
In den Versen dieses zweisprachigen Buches mischt sich Existentielles mit Gesellschaftlichem, Politisches mit Privatem, Naives mit Hintergründigem. In seinem Verlangen nach Solidarität fragt der Türkenjunge Ozan Yüksel einmal danach, warum die Menschen sich nicht wie die Bäume zu einem Wald zusammenfügen. Von den Blinden heißt es, dass sie wenigstens dann sehen können, wenn sie träumen.
Hans-Jürgen Heise, Süddeutsche Zeitung |
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